Schädliche Weichmacher in Kitas

Wie bei einer von der Bundesregierung angeordneten Untersuchung festgestellt wurde, finden sich auch in Kindertagesstätten Belastungen durch gesundheitsschädliche Weichmacher, die vor allem in der Plastikproduktion genutzt würden. In Kita-Staubproben wurden teilweise bis zu dreimal so hohe Werte der schädlichen Substanzen gefunden, wie durchschnittlich in normalen Haushalten üblich ist. Die Ursache der hohen Belastung sehen die Behörden in den PVC-Fußböden und Vinyltapeten, mit denen die meisten Kindergärten ausgestattet sind. Dazu kommen viele Plastiktischdecken, Polster und Turnmatten, die alle mit leicht abwaschbarem Plastik überzogen sind. Umweltschutzorganisationen fordern seit Jahren ein Verbot dieser Schadstoffe im Umfeld von Kleinkindern. Dies ist jedoch schwer durchzusetzen, da Plastikbezüge aller Art die Arbeit mit Kindern erleichtern. Inzwischen wurden die in vielen Plastikverbindungen genutzten Weichmacher von der EU als fortpflanzungsschädigend eingestuft. Bisher gibt es allerdings zu wenig wissenschaftlich fundierte Fakten, die einen klaren Zusammenhang zwischen Missbildungen, Pubertätsstörungen und einer Verringerung der Fruchtbarkeit beweisen, was ein Verbot dieser Zusatzstoffe zusätzlich erschwert.

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