Impfverweigerer: Ausgerottete Krankenheiten treten wieder auf

Die Zahl der Impfverweigerer nimmt weiter zu und wie befürchtet, steigt parallel die Häufigkeit von Krankheiten, die längst als ausgerottet galten. Eine aktuelle Untersuchung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ergab, dass beispielsweise Masern wieder verstärkt in Europa auftreten, während sie in den USA schon seit 2002 ausgerottet sind. Allein in Österreich hat sich die Zahl der bekannt gewordenen Masernerkrankungen im vergangenen Jahr fast verdreifacht. Der Grund dafür ist, dass nicht genügend Eltern ihre Kinder impfen lassen. Die erste Teilimpfung erhalten noch 90 Prozent der Kinder, während die nötige zweite Impfung nur noch 80 Prozent von ihnen bekommen. Auch Erwachsene vernachlässigen ihren eigenen Impfschutz. So hat Österreich zum Beispiel die weltweit niedrigste Rate an Influenza-Impfungen, obwohl Zehntausende jedes Jahr an Grippe erkranken – und nicht selten auch daran sterben. Zwischen 1000 und 6000 Grippetoten gibt es pro Jahr. Viel kann die Regierung gegen die Impfskepsis nicht tun. Lediglich das Angebot kostenloser Impfung und Aufklärung kann die Regierung leisten.

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