Welche Versicherung benötigt mein Kind?

Inzwischen gibt es spezielle Versicherungen für Kinder, fast in dem selben Umfang, wie für Erwachsene. Wichtig ist dabei zu unterscheiden, welche der zahlreichen Angebot wirklich notwendig sind. An erster Stelle steht auch hier immer die Privathaftpflichtversicherung. Diese deckt für wenige Euro im Monat Schäden ab, die ein Kind oft durch fehlende Vorsicht anrichten kann. Fehlt die Versicherung, können auf die Eltern oft lebenslange Entschädigungszahlungen zukommen. Vor Abschluss einer Haftpflichtversicherung für das Kind, sollte aber geprüft werden, ob diese nicht schon in der eigenen Haftpflicht mit versichert sind.

Auch wichtig ist, sich über eine Unfallversicherung für Kinder Gedanken zu machen. Gerade Kinder können Gefahren noch nicht gut einschätzen und es besteht immer das Risiko einer lebenslangen Behinderung, oder im günstigeren Fall, eine sehr lange Zeit der Rekonvaleszenz mit hohen Kosten, für Betreuung und eventuell notwendige Umbauten der Wohnung.

Die dritte und angesichts der ungewissen Situation in der Zukunft ebenfalls sehr sinnvolle Versicherung, ist die Rentenversicherung. Gerade hier macht es sich langfristig bezahlt, früh mit dem Aufbau eines angemessenen Renteneinkommens für die Zukunft vorzusorgen. Je früher mit dem Sparen begonnen wird, um so kleiner können die monatlichen Sparraten ausfallen. Bereits heute macht das Rentenalter, circa 20 Prozent unserer gesamten Lebenszeit aus. Dies wird sich in Zukunft aufgrund unserer besseren medizinischen Möglichkeiten eher vergrößern. Umso wichtiger ist es, auch für diese Zeit beizeiten mit der Vorsorge zu beginnen.

Mehr Religion im Kindergarten?

Theoretisch haben alle Eltern die freie Wahl darüber, in welchem Kindergarten ihr Kind betreut werden soll. Allerdings handelt der Staat hier nach dem Subsidiaritätsprinzip das besagt, dass der Staat nur helfend eingreift, wenn im Falle der Kitas, freie Träger nicht genug Kindergartenplätze schaffen. Wohnen Eltern also in einem Gebiet, in dem es einen oder mehrere, von einer der Kirchen geleiteten Kindergärten gibt, haben sie nur unter großen Verlusten an Zeit und Geld die Möglichkeit, ihr Kind in einer konfessionslosen Kita unterzubringen. 58% aller in Deutschland bestehenden Kindergärten, gehören zu einer der beiden Großkirchen. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Art der religiösen Erziehung für Kleinkinder in den letzten Jahren geändert hat. Gab es früher lediglich ein-bis zweimal pro Woche eine religiös-belehrende Sonderveranstaltung, von der man sein Kind auch befreien lassen konnte, so wurde religiöse Erziehung inzwischen in den gesamten Kindergartenalltag integriert. Matthias Hugoth, Referent in der Geschäftsstelle des Verbandes katholischer Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) weist darauf hin, dass auch bei der Wahl der Erzieher auf die „richtige“ Einstellung geachtet wird: „Wenn religiöse Erziehung explizit im Zentrum (der Erziehung) steht, dann wird auch nach der religionspädagogischen Ausbildung gefragt„. Das bedeutet einerseits, dass es nicht-konfessionell gebundene Erzieher wesentlich schwerer haben, in Wohnortnähe Arbeit zu finden. Andererseits sind christlich sozialisierte Erzieher gezwungen, ihre christlichen Vorstellungen an die ihnen anvertrauten Kinder weiter zu geben, da diese Missionierung ihnen als Teil ihrer christlichen Pflicht anerzogen wurde. Das macht es für Eltern schwierig ihre Kinder, frei von religiösen Zwängen aufwachsen zu lassen.

Bessere Überlebenschancen für Frühchen

Der gemeinsame Bundesausschuss hat jetzt die Regeln für die Betreuung von frühgeborenen Babys geändert. Nach den neuen Richtlinien dürfen die als extreme Frühchen geltenden Babys, die mit einem Gewicht unter 1.250 Gramm zur Welt kommen, nur noch in Kliniken betreut werden, die eine nachweisliche Erfahrung mit mindestens 30 Frühchen pro Jahr haben. Das soll durch das Mehr an Erfahrung und Qualifikation, die größtmögliche Überlebenschance für die Kinder gewährleisten. Weniger dramatische Fälle, bei denen die Neugeborenen zwischen 1.250 und 1500 Gramm wiegen können, wenn geschultes Personal und die nötige medizinische Einrichtung vorhanden ist, in allen Kliniken betreut werden. Die Möglichkeiten der medizinischen Technik sind inzwischen so ausgereift, dass die Überlebenschancen für frühgeborene Babys seit Jahren kontinuierlich steigt.

Rechtzeitige Hilfe für Risikofamilien unumgänglich

Professor Kai Kitzing von der Universität Leipzig, hat auf dem letzten „Weltkongress für seelische Gesundheit im frühen Kindesalter“ darauf hingewiesen, wie hilfreich eine rechtzeitige Hilfe für Risikofamilien ist, um Misshandlungen und Vernachlässigungen von Kindern zu senken. Ärzte der Universität Leipzig hatten die Auswirkungen des Hausbesuchsprogramms „Pro Kind“ untersucht und eine hohe Erfolgsquote konstatiert.

Im Rahmen des Programms, begleiten Sozialarbeiter die zukünftigen Eltern schon während der Schwangerschaft, und helfen Probleme zu beseitigen und Konflikte zu lösen, bevor diese eskalieren. Oft ist es nicht Gewalttätigkeit oder Bösartigkeit, sondern Ratlosigkeit und Verzweiflung, aus denen Eltern sich nicht allein lösen können, die zur Vernachlässigung vieler Kinder führt. Besonders alleinstehende Mütter sind oft mit der neuen Verantwortung und den vielen Behördengängen überfordert und für die Hilfe von Sozialarbeitern dankbar. Dies möchten sich auch nicht als Kontrolleure, sondern als begleitende Helfer verstanden wissen.

EU-Report: Deutschland bekommt die wenigsten Kinder

Vielleicht werden wir es noch erleben, dass es in Zukunft kaum noch deutsche Bürger in Europa gibt. Laut Europäischem Statistikamt Eurostat bekommen die Deutschen die wenigsten Kinder in der europäischen Union. Auf 1000 Einwohner kommen statistisch gerade einmal noch 7,9 Neugeborene. Während es in Deutschland immer weniger Bewohner gibt, steigt die Zahl in der Gesamt-EU an. Aktuell gibt es in der Europäischen Union über 500 Millionen Menschen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl um 1,4 Millionen an. In Deutschland leben derzeit 81,8 Millionen Menschen. Die Zahl jedoch schwindet zunehmend. Es gibt weniger Neugeborene als Menschen, die sterben und es gibt auch mehr Aus- als Einwanderer. Mit den derzeit 16 Prozent Bevölkerung in der Gesamt-EU ist Deutschland jedoch noch immer das Land mit den meisten Bewohnern.