Brei selber kochen – worauf achten?

Immer mehr Eltern möchten ihrem Sprössling nicht nur die fertige vorgekochte Breisorten anbieten, sondern auch gern selbst für das Kind kochen. Das ist auch gar nicht so schwierig oder zeitaufwändig, wie oft angenommen wird. Ein paar einfache Grundregeln sollten allerdings beachtet werden. So sollte man im ersten Lebensjahr weitestgehend auf Kuhmilch im Brei verzichten, da diese die meisten Allergien bei Kleinkindern auslöst. Außerdem fehlt es ihr an vielen notwendigen Nährstoffen wie Eisen, Jod, Linolsäure und Vitamin E. Deshalb ist Muttermilch oder Fertigmilch, der diese Stoffe bereits zugesetzt werden, wesentlich besser. Wenn man nach dem ersten Lebensjahr damit beginnt das Kind an Kuhmilch zu gewöhnen ist es wichtig darauf zu achten, nur pasteurisierte Milch zu benutzen, da in Rohmilch die Keime nicht abgetötet wurden. Auch der Fettgehalt sollte die üblichen 3,5 Prozent haben, da das Baby auf die Kalorien noch angewiesen ist. Den Vitamin- und Nährstoffmangel kann man durch die Zugabe von ein paar Löffeln Fruchtsaft ausgleichen.

Aber die Gewöhnung an neue Lebensmittel muss immer schrittweise erfolgen. Also lieber erst einmal einen Teil der Milch für den Brei durch Vollmilch ersetzen.

Zu viel Ratschläge für das Kind

Eine Flut von Ratgebern und „guten“ Ratschlägen zur Kindererziehung verunsichert junge Eltern oft mehr als sie helfen. Da inzwischen bekannt ist wie wichtig eine ausreichende Förderung schon im Kleinkindalter für die weitere Entwicklung des Kindes ist, haben viele Eltern auch ein schlechtes Gewissen weil sie glauben, nicht genug für ihren Sprössling zu tun. Dabei sollten sie aber auch bedenken, dass vor allem das Gefühl der Geborgenheit und der Sicherheit wichtig für einen guten Start ins Leben ist. Eltern die sich aus Sorge etwas zu versäumen selbst unter Stress setzen, schaden damit ihrem Kind oft mehr, als ihre Aktionen nützen. Es ist durchaus sinnvoll sich vor der Geburt eines Kindes ein wenig mit der Entwicklungspsychologie zu beschäftigen. Dadurch fällt es leichter zu verstehen, warum ein Kind bestimmte Verhaltensweisen an den Tag legt, die für einen Erwachsenen oft nicht nachvollziehbar sind. Gerade beim ersten Kind hilft es mit unerwarteten Situationen relaxter umzugehen wenn man weiß, welche Entwicklungsphase das Kind gerade durchmacht. Prinzipiell gilt sich nicht zu sehr verunsichern zu lassen, da die meisten Eltern durch das Zusammensein mit ihrem Kind lernen was es braucht und welche Reaktion die Richtige ist. Der Spruch: „Man wächst mit seinen Aufgaben“, passt im Fall der Kindererziehung besonders gut.

Die Babysprache ohne Worte

Das Babys noch nicht sprechen können heißt nicht, dass sie nicht kommunizieren. Dafür benutzen sie ihre Mimik, Gestik und die Laute, zu denen sie fähig sind. Untersuchungen haben gezeigt, dass sie auch schon in der Lage sind, die Mimik Anderer richtig zu deuten und daraus Schlüsse für ihr eigenes Verhalten zu ziehen. Was unsere Gesichtsausdrücke aussagen, ist auf der ganzen Welt gleich und die Fähigkeit uns mimisch auszudrücken ist angeboren. Wie ihre Mimik auf die Eltern wirkt, dass lernen Babys in kürzester Zeit. Lange bevor sie sprechen lernen nutzen sie Gesten des schmollens (Schmollmund) oder Wutgeschrei um ihre Eltern zu den gewünschten Verhaltensweisen zu animieren. Bei der Bewertung dieser „Manipulationsversuche“ dürfen Eltern nicht vergessen, dass das auch für lange Zeit die einzige Möglichkeit für ihr Kind ist, sich auszudrücken und seine Wünsche anzumelden.

Väter sind auch für Babys wichtig

Entgegen der allgemeinen Meinung profitieren auch Babys schon sehr vom Kontakt mit dem Vater. Oftmals wird ja darauf hingewiesen, dass Väter erst dann wichtig werden, wenn das Kind alt genug ist, um zu spielen und toben. Aber das ist nicht ganz richtig. Auch ein Säugling lernt schnell die Eltern auseinander zu halten und genießt das Zusammensein mit beiden. Und auch für die Väter ist es wichtig, möglichst von Anfang an eine Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen. Darin sind sie erst einmal gegenüber der Mutter ein wenig benachteiligt, weil diese in den Schwangerschaftsmonaten bereits Verantwortung und Liebe für ihr Kind entwickelt. Aber auch wenn dies oft Zeitverzögert geschieht, auch bei Vätern kommt es zu einer verstärkten Ausschüttung des sogenannten „Kuschelhormons„, dass einen wesentlichen Einfluss auf unser Gefühlsleben und damit das Gefühl der Verbundenheit mit der Familie hat. Da es für alle Familienmitglieder von Vorteil ist, wenn sich beide Elternteile gleichermaßen um den Nachwuchs kümmern, sollten Väter gleich nach der Geburt einen Teil der Pflegepflichten, wie wickeln und in den Schlaf wiegen, übernehmen.

Auf was man beim Schneller achten sollte

Die meisten Kinder lieben ihren Schnuller und ihre Mütter, denen er oft ein wenig Ruhe verschafft auch. Allerdings gibt es ein paar Regeln dabei zu beachten, damit es nicht aufgrund dessen zu Folgeproblemen kommt. In den ersten Wochen des Kindes sollte ganz auf einen Schnuller verzichtet werden, da das Kind sonst in seinem Saugverhalten gestört werden kann. Bei späterer und vor allem langfristiger Nutzung, kann dadurch die Lage der gerade wachsenden Zähne durcheinander gebracht werden. Deshalb ist eine Kieferoptimierte Form wichtig. Der Schnuller sollte asymetrisch sein, unten flach und nach oben gewölbt. Trotzdem ist das Dauernuckeln langfristig schädlich und sollte vermieden werden. Ab dem achten Monat lässt der Saugreflex des Säuglings nach und spätestens jetzt wird es auch Zeit, den Schnuller zu entsorgen. Am vorteilhaftesten ist es ohnehin, ihn nur in Notfällen einzusetzen, wenn alle anderen Beruhigungsversuche versagen. Ob ein Nuckel aus Latex oder Silikon gewählt wird, bleibt den Vorlieben der Eltern überlassen. Vor- und Nachteile haben beide. Der Latexschnuller ist weicher, muss aber alle sechs Wochen spätestens ersetzt werden, da er nicht sehr haltbar ist. Der Silikonschnuller behält länger seine Form, lässt sich aber mit den ersten Zähnchen leicht durchbeisen. Aber in der Regel werden einer werdenden Mutter so viele Schnuller geschenkt, dass sie damit ohnehin lange Zeit auskommt.