Archiv der Kategorie: Aktuelles

Achtung. Neue Richtlinien für Kindersitze

Seit Jahren gilt in Deutschland die Vorgabe, nach der Kinder unter 12 Jahren nur in einem Kindersitz im Auto mitfahren dürfen. Für die meisten Eltern ist das mittlerweile selbstverständlich, weil sie ihre Kinder so sicher wie möglich transportieren möchten. Allerdings haben Untersuchungen gezeigt, dass trotz der Kindersitze, für die Kleinen noch immer ein erhöhte Gefahr, im Fall eines Unfalls besteht. In Praxistests fielen ein Großteil der bisher angebotenen Kindersitze durch. Der Grund ist, dass Kinder ein im Verhältnis zum Körper relativ großen Kopf, aber eine schwache Rücken- und Nackenmuskulatur haben. Kommt es zu einem Zusammenstoß, wird der Kopf heftig nach vorn geschleudert, was die schwachen Muskeln nicht ausreichend abfedern können. Das führt noch viel zu oft zu Genickbrüchen oder Halswirbelverletzungen, die Lähmungen verursachen. Dagegen helfen neu entwickelte Reboard-Sitzsysteme. Reboarder werden umgekehrt am Sitz befestigt, so dass die Kinder rückwärts fahren. Dadurch wird, im Fall eines Crash, die übertragene Belastung auf den ganzen Oberkörper verteilt, was die Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung verringert. Seit Sommer 2013 gibt es auch eine EU-Regelung, die das rückwärtsgerichtete Sitzen, von Kindern unter eineinhalb Jahren, vorschreibt. Noch ist das Gesetz allerdings nicht in Kraft getreten. Experten empfehlen jedoch allen Eltern von Kleinkindern, nicht darauf zu warten und schon jetzt beim Fachhandel nach rückwärtsgerichteten Kindersitzen zu fragen.

Wachsende Zahl stark übergewichtiger Kinder

Die Zahl der extrem dicken Kinder steigt weiter an. Während für die Gesamtzahl übergewichtiger Kinder eine allmähliche Verlangsamung des Zuwachses verzeichnet wird und die Experten mit einem baldigen Erreichen des Höchststandes rechnen, steigt die Zahl der adipösen Kinder weiterhin kontinuierlich. Das ergab die Analyse verschiedener Einzelstudien globaler Industriestaaten. Dabei sind kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern festzustellen. Tatsächlich sind fast die gleichen statistischen Werte für Länder wie Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Australien oder den USA zu erkennen. „Die dauernde weitere Gewichtszunahme unserer Kinder scheint gestoppt, aber wir haben bereits ein erschreckendes Niveau erreicht“, erklärte Martin Wabitsch, einer der beteiligten Forscher, von der Universität Ulm. Im Vergleich mit den Statistiken der achtziger Jahre, gibt es heute etwa drei Mal so viele übergewichtige Kinder, die zudem eine doppelt so große Fettmasse haben, wie noch vor dreißig Jahren. Auch wenn die Gesamtzahl der übergewichtigen Kinder nicht weiter wächst, warnen die Wissenschaftler doch vor den Folgen der rasanten Zunahme extrem übergewichtiger Kinder. Der Leidensdruck der Betroffenen ist enorm und ihre Chance, zu einem normalen, glücklichen Erwachsenen heranzuwachsen, minimal. Besonders die Eltern sind in diesem Zusammenhang gefordert, im Interesse ihrer Kinder, eine solche Entwicklung frühzeitig zu erkennen und zu stoppen.

Höhere Schwermetallbelastung in deutschem Spielzeug

Die EU hat die Schwermetallbelastung von Spielzeug getestet. Überraschend schlecht schnitten die deutschen Produkte ab. Die EU verdonnerte Deutschland dazu, seine bisherigen Grenzwerte für Arsen, Quecksilber und andere Schwermetalle, an die der EU anzupassen. Die gemessene höhere Belastung in deutschen Produkten liegt an den unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen und den strengeren Vorschriften der EU. Die Untersuchung war aufgrund der Klage Deutschlands, gegen die EU, eingeleitet worden. Die deutsche Regierung hatte gegen die EU-Spielzeugrichtlinien geklagt, da die deutschen Experten davon ausgingen, dass die deutschen Vorschriften einen besseren Kinderschutz gewährleisten. Die anschließend gestartete Untersuchung bestätigt dies allerdings nicht. Wenn das Urteil nicht angefochten wird, hat Deutschland keine Grundlage mehr, aufgrund derer sie die neuen EU-Grenzwerte ablehnen könnte.

Beliebte Kindervornamen des letzten Jahres

Sophie und Maximilian sind weiterhin die beliebtesten Vornamen, im deutschsprachigen Raum. Allerdings werden sie meistens als Zweitnamen vergeben. Spitzenreiter bei der Namenswahl sind aktuell Mia für Mädchen und Ben für Jungen. Ohne Berücksichtigung von Erst- und Zweitnamen, sind die beliebtesten Mädchennamen: Sopie/Sofie, Marie, Sophia/Sofia und Maria. Bei Jungen sind es: Maximilian, Alexander, Paul, Ben oder Luca/Luka. Bei einer Untersuchung der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zeigte sich, dass die meisten der genannten Namen jedoch lieber als Zweitname verwendet werden. Als Erstnamen wird vorzugsweise Mia, Emma, Hanna/Hannah und Anna für Mädchen und Ben, Paul, Luca/Luka für Jungen gewählt. Beliebt sind außerdem Noah, Leon oder Elias für Jungen und Emilia oder Johanna für Mädchen. Damit führen weiterhin eher alte Vornamen, aus der Bibel oder anderen Mythologien, die Beliebtheitsliste an. Immer öfter versuchen Eltern aber auch, ihrem Sprössling einen Phantasienamen zu geben, die von den Standesämtern, im Interesse der Kinder, abgelehnt werden. So haben Namen wie Superman, Hummer oder Danger keine Chance, genehmigt zu werden. „Yoda“, nach einer Figur aus ‚Star Wars‘, schaffte es dagegen in Deutschland, von den Behörden akzeptiert zu werden.

Autismus-App veröffentlicht

Um ihrem autistischen Sohn die Kommunikation mit anderen Menschen zu erleichtern, entschied Doreen Kröber, eine spezielle App für Autisten zu entwickeln. Vorausgegangen war die Erfahrung, dass ihr Sohn seine Gefühle leichter mithilfe von verschiedenen Smileys ausdrücken konnte. Auch bei Krankheiten erwiesen sich Apps als hilfreich, für die Diagnose. Leider sind die meisten dafür geeigneten Apps zu umständlich, oder sehr teuer, was sich nicht alle Eltern autistischer Kinder leisten können. Gemeinsam mit einer Gruppe Freiwilliger, entwickelte Doreen Kröber deshalb die Android-App „Let Me Talk“, die kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Die App enthält rund 9000 verschiedene Bilder, die für bestimmte Wörter stehen und alle Alltagssituationen abdecken, in denen die erschwerte Kommunikation mit Autisten zu Problemen führen kann. In einer weiteren Metakategorie können die Bilder mit vorgegebenen Satzteilen verknüpft werden, wie beispielsweise „Ich will…. Ich kann…. Es geht… Danke für …. usw.. Menschen die unter Autismus leiden fällt es schwer, die Gefühle ihres Gegenüber einzuordnen und richtig darauf zu reagieren. Dadurch kommt es oft zu Missverständnissen und seelischen Verletzungen, im Zusammenleben mit Autisten. Apps wie diese können dabei helfen, Autisten in soziale Gemeinschaften zu integrieren. Schon in den ersten fünf Monaten, nach Veröffentlichung von „Let Me Talk“, wurde die App rund 5000 Mal heruntergeladen. Die App ist in verschiedenen Sprachen erhältlich und kann durch ihre Nutzer erweitert und somit an die jeweils individuellen Bedürfnisse angepasst werden.