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Ein Drittel aller Kinder sind suchtgefährdet

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) hat ermittelt, dass rund ein Drittel aller Kinder Gefahr läuft, irgendwann süchtig zu werden. Als Grund dafür gaben sie an, dass Kinder heute unter Bedingungen aufwachsen, die als extrem ungerecht empfunden werden. Während es zwei Drittel der Kinder besser geht, als das je zuvor in der Geschichte möglich war, leiden ein Drittel aller Kinder unter ärmlichen Lebensverhältnissen. “Die Schere geht immer weiter auseinander”, erläutert die Vorsitzende der AGJ, Karin Böllert. “Kinder und Jugendliche, die einmal abgekoppelt sind, haben kaum Chancen, in der Gesellschaft Fuß zu fassen”. Vor allem der Unterschied zwischen ihrem und dem Leben der Kinder besser verdienender Eltern, macht vielen jungen Menschen zu schaffen und erhöht die Gefahr, sich in Ausgleichsbefriedigungen, mit süchtig machenden Genussmitteln zu flüchten. Das Risiko einer Suchtgefahr steigt nachweisbar durch bestimmte Lebensumstände. Dazu gehören vor allem Armut der Eltern, ein niedriges Bildungsniveau der Familie oder Arbeitslosigkeit der Eltern. Am häufigsten davon betroffen sind Alleinerziehende, oder Kinder mit Migrationshintergrund. Kein Land könne sich so viele Kinder mit schlechteren Startchancen leisten. Deshalb forderte die AGJ-Vorsitzende dazu auf, sich gezielt um die Förderung der sogenannten Bildungsverlierer zu kümmern. Trotz staatlicher Maßnahmen bietet allerdings die Förderung durch die Eltern die beste Chance für Kinder, ihr späteres Leben erfolgreich und glücklich zu meistern.

Kampf gegen Läuse – Vorsorge & Behandlung

Obwohl Läuse seltener geworden sind, lassen sie sich auch mit vorbeugenden Maßnahmen nicht komplett ausschließen. Kinder stecken sich sehr leicht im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder in diversen Kinderspielgruppen mit Kopfläusen an. Ist es bekannt, dass im Umfeld der Kleinen Kopfläuse aufgetreten sind, müssen regelmäßige Kontrollen, am besten mit einem speziellen Nissenkamm, durchgeführt werden. Ein paar vorbeugende Maßnahmen sind aber möglich. So soll Weidenrindenshampoo Kopfläuse abhalten. Außerdem meiden Läuse Säure, so dass eine anschließende Spülung mit ein paar Spritzern Essig oder Zitronensaft helfen können. Auch etwas Teebaumöl im trockenen Haar verteilt, soll vor Läusebefall schützen. Wird ein Befall festgestellt, gilt es ein paar grundlegende Regeln zu beachten. Gegen Kopfläuse gibt es spezielle Haarpflegeshampoos, die nach der Haarwäsche in das noch feuchte Haar gegeben wird, so dass möglichst alle Haare damit ummantelt sind. Im Anschluss müssen die Haare mit einem Nissenkamm ausgekämmt werden. Diese sind besonders engzinking, so dass auch die Nissen, das sind die Eier der Läuse, darin hängen bleiben. Nissen werden durch das Spezialshampoo nicht abgetötet und müssen deshalb mit dem Kamm beseitigt werden. Außerdem ist es notwendig, parallel alle Handtücher und der Kopfkissenbezug zu wechseln und abzukochen. Normalerweise ist ein Läusebefall aber kein großes Problem und in der Regel, bei richtiger Behandlung, nach wenigen Tagen ausgestanden.

Achtung. Neue Richtlinien für Kindersitze

Seit Jahren gilt in Deutschland die Vorgabe, nach der Kinder unter 12 Jahren nur in einem Kindersitz im Auto mitfahren dürfen. Für die meisten Eltern ist das mittlerweile selbstverständlich, weil sie ihre Kinder so sicher wie möglich transportieren möchten. Allerdings haben Untersuchungen gezeigt, dass trotz der Kindersitze, für die Kleinen noch immer ein erhöhte Gefahr, im Fall eines Unfalls besteht. In Praxistests fielen ein Großteil der bisher angebotenen Kindersitze durch. Der Grund ist, dass Kinder ein im Verhältnis zum Körper relativ großen Kopf, aber eine schwache Rücken- und Nackenmuskulatur haben. Kommt es zu einem Zusammenstoß, wird der Kopf heftig nach vorn geschleudert, was die schwachen Muskeln nicht ausreichend abfedern können. Das führt noch viel zu oft zu Genickbrüchen oder Halswirbelverletzungen, die Lähmungen verursachen. Dagegen helfen neu entwickelte Reboard-Sitzsysteme. Reboarder werden umgekehrt am Sitz befestigt, so dass die Kinder rückwärts fahren. Dadurch wird, im Fall eines Crash, die übertragene Belastung auf den ganzen Oberkörper verteilt, was die Gefahr einer schwerwiegenden Verletzung verringert. Seit Sommer 2013 gibt es auch eine EU-Regelung, die das rückwärtsgerichtete Sitzen, von Kindern unter eineinhalb Jahren, vorschreibt. Noch ist das Gesetz allerdings nicht in Kraft getreten. Experten empfehlen jedoch allen Eltern von Kleinkindern, nicht darauf zu warten und schon jetzt beim Fachhandel nach rückwärtsgerichteten Kindersitzen zu fragen.

Wachsende Zahl stark übergewichtiger Kinder

Die Zahl der extrem dicken Kinder steigt weiter an. Während für die Gesamtzahl übergewichtiger Kinder eine allmähliche Verlangsamung des Zuwachses verzeichnet wird und die Experten mit einem baldigen Erreichen des Höchststandes rechnen, steigt die Zahl der adipösen Kinder weiterhin kontinuierlich. Das ergab die Analyse verschiedener Einzelstudien globaler Industriestaaten. Dabei sind kaum Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern festzustellen. Tatsächlich sind fast die gleichen statistischen Werte für Länder wie Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, Australien oder den USA zu erkennen. “Die dauernde weitere Gewichtszunahme unserer Kinder scheint gestoppt, aber wir haben bereits ein erschreckendes Niveau erreicht”, erklärte Martin Wabitsch, einer der beteiligten Forscher, von der Universität Ulm. Im Vergleich mit den Statistiken der achtziger Jahre, gibt es heute etwa drei Mal so viele übergewichtige Kinder, die zudem eine doppelt so große Fettmasse haben, wie noch vor dreißig Jahren. Auch wenn die Gesamtzahl der übergewichtigen Kinder nicht weiter wächst, warnen die Wissenschaftler doch vor den Folgen der rasanten Zunahme extrem übergewichtiger Kinder. Der Leidensdruck der Betroffenen ist enorm und ihre Chance, zu einem normalen, glücklichen Erwachsenen heranzuwachsen, minimal. Besonders die Eltern sind in diesem Zusammenhang gefordert, im Interesse ihrer Kinder, eine solche Entwicklung frühzeitig zu erkennen und zu stoppen.

Höhere Schwermetallbelastung in deutschem Spielzeug

Die EU hat die Schwermetallbelastung von Spielzeug getestet. Überraschend schlecht schnitten die deutschen Produkte ab. Die EU verdonnerte Deutschland dazu, seine bisherigen Grenzwerte für Arsen, Quecksilber und andere Schwermetalle, an die der EU anzupassen. Die gemessene höhere Belastung in deutschen Produkten liegt an den unterschiedlichen Bemessungsgrundlagen und den strengeren Vorschriften der EU. Die Untersuchung war aufgrund der Klage Deutschlands, gegen die EU, eingeleitet worden. Die deutsche Regierung hatte gegen die EU-Spielzeugrichtlinien geklagt, da die deutschen Experten davon ausgingen, dass die deutschen Vorschriften einen besseren Kinderschutz gewährleisten. Die anschließend gestartete Untersuchung bestätigt dies allerdings nicht. Wenn das Urteil nicht angefochten wird, hat Deutschland keine Grundlage mehr, aufgrund derer sie die neuen EU-Grenzwerte ablehnen könnte.