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Der Hund als Lernhilfe für die Schule?

Die schulpsychologische Beratungsstelle in Münster, hat eine ungewöhnliche Mitarbeiterin “eingestellt”. Apple heißt die Dame und ist eine noch junge Retriever-Hündin, die die menschlichen Schulpsychologen bei der Arbeit unterstützen soll. Eines der am häufigsten auftretenden Probleme für Schüler ist die Lese- und Rechtschreibschwäche. Antje Becker, die hauptsächlich Kinder der Grundschule betreut, wird am häufigsten von der vierbeinigen Kollegin begleitet: “Es herrscht heute eine viel höhere Sensibilität für mögliche Fehlentwicklungen als früher. Früher hieß es einfach, ein Kind ist dumm, wenn es Lernprobleme hatte. Heute wird darüber nachgedacht, mit welchen Methoden das Kind leichter lernen könnte.” Apple hilft ihr dabei, dass besonders die schwierigen Kinder, die bereits aufgrund von empfundenen Demütigungen wegen ihrer langsameren Beherrschung des Unterrichtsstoffes verschlossener sind, schneller Vertrauen fassen und über ihre Sorgen und Probleme offen sprechen.

Bessere Förderung von Vorschulkindern

Die deutsche Bundesfamilienministerin Kristina Schröder hat gute Deutschkenntnisse als einen zentralen Aspekt der Integration von Migranten bezeichnet. Deshalb sieht sie den Staat in der Verantwortung, eine umfassende Sprachförderung zu gewährleisten. Ihr Ziel für das kommende Jahr ist deshalb auch, mit einer Sprachoffensive in Kindergärten die Voraussetzungen für gute Kenntnisse der deutschen Sprache zu unterstützen: “Bei der Sprachförderung müssen wir nicht erst in der Schule, sondern schon im Kindergartenalter anfangen….Unser neues Programm soll am Ende 4000 Kitas unterstützen, in denen ein hoher Integrationsbedarf besteht.” Dafür will sie einen Teil der 400 Millionen Euro nutzen, die dem Familienministerium im nächsten Jahr für frühkindliche Bildung zur Verfügung gestellt wird. Davon werden nicht nur Kinder profitieren, die einen Migrationshintergrund haben. Auch in vielen deutschen Familien kommt die Sprachförderung zu kurz. Das soll durch Programme in der Kindergärten ausgeglichen werden. Eine Krippenpflicht für Kinder ab dem ersten Lebensjahr, wie von Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky gefordert, lehnt die Ministerin allerdings ab. Dazu sagt sie in einem Interview mit dem “Tagesspiegel”: “Ich bin strikt dagegen, Kinder unter drei Jahren zwangsweise in staatliche Betreuung zu geben. Das wäre ein krasser Eingriff in die elterliche Erziehungsverantwortung und mit meinem Demokratieverständnis nicht vereinbar. Die Eltern müssen weiter selbst entscheiden dürfen, wie sie ihr Kind fördern – denn das wissen sie meist am besten. Worum es eigentlich geht ist doch, dass Kinder Deutsch sprechen, wenn Sie in die Schule kommen. Und dafür brauchen wir keine Kitapflicht, sondern Sprachstandsfeststellungen und gute Angebote …”

Beim Schulstart gibt es einiges zu beachten

Wenn das Kind in die Schule kommt, ändert sich eine Menge für die Eltern. Besonders wenn Kinder, vorher nicht regelmäßig in einer Kita waren, müssen nicht nur sie lernen, sich an den neuen Lebensrhytmus zu gewöhnen, auch den Eltern fällt es oft schwer, die Kinder so lange Zeit unter fremder Aufsicht zu wissen. Aber für die meisten Eltern ist es die Möglichkeit, sich wieder mehr auf die eigene Arbeit und persönliche Wünsche zu konzentrieren. Dabei wird allerdings leicht unterschätzt, wie viel Unterstützung die Kinder gerade bei der Bewältigung des neuen Lernstoffes benötigen. Unsere Gehirne sind so konstruiert, dass eine regelmäßige Übung neuen Wissens notwendig ist, um dieses langfristig zu speichern. Da das nur teilweise in der Schule geschehen kann, müssen alle Kinder durch die aufgegebenen Hausaufgaben selbständig das Gelernte zu Hause üben um es sich einprägen zu können. Das bedarf aber eines hohen Maßes an Disziplin, dass kein Kind in den ersten Schuljahren aufbringen kann. Außerdem ist, was in der Schule gelehrt und verstanden wurde, ein paar Stunden später oft schon nicht mehr präsent. Deshalb ist es unumgänglich, dass Eltern gerade in den ersten Schuljahren ihre Kinder bei den Hausaufgaben unterstützen, und die Erfüllung dieser notwendigen Wiederholungen kontrollieren. Natürlich müssen die Hausaufgaben von den Kindern so selbständig wie möglich erledigt werden. Sie müssen aber auch darauf vertrauen können, jederzeit Hilfe von den Eltern zu bekommen.